Nicht nur der Trainer ist ratlos PDF Drucken E-Mail

Handball Verbandsliga

Nicht nur der Trainer ist ratlos

Kettwig, 19.01.2010, Sabine Moseler-Worm
Kettwig 70 - Mettmann Sport 23:31 (16:12). Kettwig: Jens Flemmig 5, Robin Flemmig 5, Phillip Hellmond 4, Thomas Vogt 2, Daniel Hellenbrandt 2, Okan Yaldiz-Mertens 2, Tobias Fabian 2, Sven Liebenau 1

Es war eine dieser Niederlagen, die Trainer, Mannschaft und auch Fans in tiefer Ratlosigkeit zurücklässt. Kettwig 70 verlor am Samstag die Partie gegen Tabellenführer Mettmann-Sport 23:31.

Das klingt erst einmal unspektakulär und folgerichtig, denn die Gastgeber sind nach erfolgtem Umbruch noch in der Findungsphase - unter der kundigen Führung von Trainer Jens Leiß zwar sehr erfolgreich, aber noch ohne Garantie auf Beständigkeit.

Genau die ließ Kettwig 70 am Samstag in einem Maß vermissen, das auch bei Jens Leiß nur Kopfschütteln hinterlässt. Denn Mitte der ersten Halbzeit führte sein Team, hatte nach einer brillanten Anfangsphase die routinierten Mettmanner an die Wand gespielt und führte 12:5. Doch nur innerhalb von fünf Minuten kamen die Gäste auf 9:13 heran und hielten diesen Abstand bis zum Pausenpfiff. 16:12 hieß es für Kettwig 70.

Dieser Vorsprung schmolz dahin, wie rund um die THG-Halle der Restschnee. Bei Kettwig 70 war die Luft raus, alte Fehler schlichen sich ein. Zu überhastet beim Abschluss, zu leichtfertig bei der Chancenverwertung.

In der 39. Minute lag Mettmann-Sport erstmals in dieser Partie vorn und gab diese Führung bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Dazwischen lag eine desolate Leistung der Kettwiger, die in der zweiten Halbzeit nur sieben Treffer erzielen konnten. Wie formulierte es Abteilungsleiter Werner Dörnenburg so treffend: „Wir sollten immer nur eine Halbzeit spielen."

Auch Trainer Jens Leiß kann sich den Leistungseinbruch kaum erklären. Ein Versuch: „Die rote Karte für Yaldiz-Mertens und weitere konfuse Entscheidungen der Schiedsrichter haben natürlich vieles durcheinander gebracht. Aber den Schuh müssen wir uns selbst anziehen. Die Mannschaft war gut eingestellt, aber Mettmann war in der zweiten Halbzeit gallig - wir nicht."

 
 

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